Staatsbürger ohne Uniform

Oktober 8, 2008

Informationsveranstaltung zum Berufsbild des Gedenksoldaten
mit Günther Jacob

Donnerstag, 30. Oktober 19:30, Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12
Und wieder eine Änderung! Die Veranstaltung findet im Golden Pudel Club, Am Fischmarkt 27, statt!

Gedenkstätten wurden von staatlicher Seite lange als „feindlich“ wahrgenommen und mussten, wie die Gedenkstätte Neuengamme gegen den Widerstand der Stadt Hamburg, erkämpft werden. Es war also nicht immer schon normal, dass Bürger und Bürgerinnen mit und ohne Uniform gemeinsam aus den deutschen Verbrechen lernen wollten für aktuelle und kommende Kriege.
Inzwischen ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in der Mitte der Gesellschaft angekommen – seit 2008 soll ein Bundeswehrsoldat dort als Gedenkstättenpädagoge arbeiten. Ein anderer freier Mitarbeiter, der dagegen protestierte und die Diskussion der Gedenkstättenleitung mit den Überlebendenverbänden über das Verhältnis von Gedenkstättenpolitik und Militär einforderte, wurde kurzerhand rausgeworfen. In den Solidaritätsbekundungen mit dem geschassten Guide wurde meist die Maulkorb-Politik der Gedenkstätte kritisiert, aber nur selten die Mitarbeit eines Soldaten an einer Gedenkstätte für NS-Opfer grundsätzlich in Frage gestellt.

Veranstalter: FSK – HAMBURGER STUDIENBIBLIOTHEK UND EINZELPERSONEN

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